Was bekommt ein Mitglied eigentlich für seinen Beitrag? Diese Frage hören Verbände und Kammern öfter, als ihnen lieb ist. Berufspolitik, Fortbildung und Vernetzung sind wertvoll, aber schwer greifbar. Ein Mitgliedervorteil, den man dagegen sofort im Geldbeutel spürt: Zugang zu Versicherungs-Rahmenverträgen mit Konditionen, die ein einzelnes Mitglied allein nicht bekommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Prinzip: Der Verband bündelt seine Mitglieder zu einer Gruppe, für die wir als Makler Rahmenverträge mit Sonderkonditionen verhandeln.
- Für Mitglieder: Beitragsnachlässe und je nach Sparte vereinfachte Gesundheitsprüfungen, jedes Mitglied entscheidet frei über den eigenen Vertrag.
- Für den Verband: Ein spürbarer Mitgliedervorteil, der im Regelfall ohne eigenes Budget und mit geringem Aufwand auskommt.
- Die Rollen: Der Verband öffnet den Rahmen, Beratung und Vermittlung bleiben bei uns als Makler mit Zulassung.
Dasselbe Prinzip, eine Ebene höher
Was im einzelnen Betrieb als das von uns so genannte Konzept „betriebliche Sozialeinrichtung” funktioniert, funktioniert auch für Verbände und Kammern: Versicherer gewähren Gruppen bessere Konditionen als Einzelkunden, weil eine Gruppe kalkulierbarer ist. Ein Berufsverband oder eine Kammer bringt sogar besonders attraktive Gruppen mit, denn die Mitglieder teilen ein Berufsbild und damit ein gut einschätzbares Risiko. Bei Ärztekammern und medizinischen Berufsverbänden gibt es solche Gruppenversicherungen für Mitglieder seit Langem, das Modell ist erprobt.
Konkret heißt das: Für die Mitglieder werden Rahmenverträge in relevanten Sparten verhandelt, etwa Berufshaftpflicht, Berufsunfähigkeit oder Krankenzusatzversicherungen. Jedes Mitglied entscheidet dann selbst, ob es einen eigenen Vertrag zu diesen Konditionen abschließt. Niemand wird automatisch versichert, niemand ist verpflichtet.
Was Mitglieder davon haben und was der Verband davon hat
Für Mitglieder sind es je nach Sparte und Tarif Beitragsnachlässe, vereinfachte Gesundheitsprüfungen und verbesserte Annahmebedingungen. Für den Verband ist es ein Argument, das bei jeder Beitragsdiskussion und jeder Mitgliederwerbung zieht: eine Mitgliedschaft, die sich rechnet, im wörtlichen Sinn. Ein eigenes Budget muss der Verband dafür im Regelfall nicht einplanen, und der laufende Aufwand bleibt gering, denn die Verträge laufen direkt zwischen Mitglied und Versicherer.
Die Rollenverteilung muss sauber sein
Ein Punkt ist uns wichtig, weil er in der Praxis über die Zulässigkeit entscheidet: Versicherungsberatung und Versicherungsvermittlung sind erlaubnispflichtig. Diese Rollen bleiben deshalb vollständig bei uns als ungebundenem Makler mit Zulassung nach der Gewerbeordnung. Der Verband selbst berät nicht, empfiehlt keine Tarife und wirkt an keinem Antrag mit. Er tut genau eines: Er öffnet seinen Mitgliedern den Rahmen und stellt den Kontakt her. Bei dieser sauberen Rollenverteilung bleibt der Verband regelmäßig außerhalb der Erlaubnispflicht, und die Mitglieder bekommen echte, ungebundene Beratung statt eines Produktverkaufs im Verbandsmantel. Die Grenze ist allerdings schmal: Sobald ein Verband selbst für konkrete Tarife wirbt, an Anträgen mitwirkt oder eine Vergütung erhält, kann die Bewertung anders ausfallen. Bei Kammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts kommen je nach Ausgestaltung Neutralitätspflichten und vergaberechtliche Fragen hinzu. Die konkrete Ausgestaltung stimmen wir deshalb immer mit dem Justiziariat ab, bevor irgendetwas startet.
Wie der Einstieg aussehen könnte
Der Weg dorthin ist kürzer, als viele denken. Am Anfang steht ein Gespräch: Welche Berufsgruppen vertritt der Verband, welche Absicherungsthemen treiben die Mitglieder um, wo drückt heute der Schuh? Daraus entwickeln wir einen Vorschlag, welche Sparten sich für Rahmenverträge eignen, und verhandeln mit den Versicherern, die zu dieser Mitgliedergruppe passen. Der Verband entscheidet, was er seinen Mitgliedern zugänglich machen will, und wir übernehmen den Rest: Einrichtung, Information und die individuelle Beratung jedes Mitglieds, das sie wünscht.
Wenn Sie in einem Verband oder einer Kammer Verantwortung tragen und sich fragen, ob das für Ihre Mitglieder funktionieren würde: Genau dafür ist das Erstgespräch da.